Zeit nehmen in grossen Schritten

Ein Porträt der Uhrenmanufaktur The British Masters, von Christian Nill.

La Chaux-De-Fonds – 1695. 1764. 1995. Meilensteine der Uhrmacherei. In einer Zeit, als sich Uhrmacher und Wissenschafter einen Wettkampf lieferten, schufen einige herausragende Köpfe grosse Erfindungen. Unter ihnen George Graham und John Arnold. Zwei Namen, eine Legende: The British Masters.

Graham und Arnold, das waren zwei brillante Köpfe, die die Entwicklung der Zeitmessung  einen Quantensprung voran brachten. George Graham (1673 – 1751) ist der Vater des Chonographen. John Arnold (1735 – 1799) gelang es als erstem, Chronometer in Serienreife herzustellen, die die für die Seefahrt so wichtige Längengradbestimmung erst ermöglichten.

Lange Zeit waren diese beiden Briten Pioniere der frühen Haut Horlogerie. Dann gerieten sie jedoch in Vergessenheit. Erst 1994 änderte sich das wieder. Vier echte Uhren-Aficionados rund um den heutigen British Masters CEO, Eric A. Loth, gründeten 1994 eine eigene Firma. Das Ziel war klar: ehemals bekannte Uhrenmarken zu neuem Leben zu erwecken. Die Suche führte an den Ursprung der Zeit zurück, ins Heimatland von Greenwich: Grossbritannien. Mit Graham und Arnold & Son liessen die Schweizer Unternehmer den Erfindergeist der britischen Uhr-Avantgarde des 17. und 18 Jahrhunderts wieder auferstehen.

Von Anfang an spezialisierte man sich bei British Masters auf Uhren im Luxussegment. Nach wie vor gelten ihre Entwürfe als Geheimtipp. Wer jedoch auf die Gründerväter der modernen Präzisions-Uhrmacherei stösst,  entdeckt eine selten erreichte Kombination aus handwerklicher Perfektion, herausragender Innovationskraft und durchdachtem, zurückhaltendem Design. Es sind Uhr-Kunstwerke für Individualisten, die niemandem mehr etwas beweisen müssen. Typisch britisch: zurückhaltende Eleganz für starke Persönlichkeiten.

British Masters heute. Wir befinden uns am Firmensitz im schweizerischen La Chaux-de-Fonds – im Zentrum der weltweiten Uhrmacher-Kompetenz. „Die Erfindungskraft dieser grossartigen Männer hat uns inspiriert“, sagt Eric A. Loth. „Das floss bei der Entwicklung in jedes der Modelle von Graham und Arnold & Son ein.“

Die GrĂĽnderjahre von British Masters standen im Zeichen penibler Recherchen und intensiver Entwicklungsarbeit. Die erstaunlichen Innovationen und Leistungen des Shakespeare-Fans Graham und des Physik- Experten Arnold ziehen noch einmal vorbei:

Wegbereiter für den Marine-Chronometer, Erfinder der Chronometer-Hemmung (Graham-Hemmung), Erfinder der zweimetallischen Unruh, Quecksilber-Kompensationspendel, Lieferanten der Königlichen Familie, Temperatur-Kompensation, erster Marine-Chronometer mit Tourbillon, etc. etc.

1998 – ein weiterer grosser Schritt ist getan. Die erste British Masters Kollektion von Graham und Arnold & Son kommt auf den Markt. Der Weg in die Zukunft hat begonnen.

Aber genauso wenig wie ein Seefahrer jemals den Horizont erreicht, das wusste schon Arnold, genauso wenig erreichen wir je die Zukunft. Deshalb ist die Gegenwart endlos. Und deshalb sind die Uhren von British Masters zeitlos.

«Man kann über alles etwas Spannendes schreiben. Man muss vorher nur richtig fragen.»